Dienstag, 2. Januar 2018

[Rezension] "Bold Beauty: Kühne Schönheit"

(Bildquelle: Amazon)

Bold Beauty: Kühne Schönheit



Titel: „Bold Beauty: Kühne Schönheit“
AutorIn: Emilia Fog
Genre: historischer Roman
Erscheinungsjahr: 2017 (Oktober)
Verlag: NIBE Verlag
Seiten: 292
Preis: E-Book: 0,99€
ISBN: 978-3-9470-0244-3


Klappentext:

England 1855. Der wohlhabende, aber leicht versnobte Gestütsbesitzer William Gladwyn und sein Freund Bart Menwill machen sich auf den Weg ins ländliche Devon um für ihre Gestüte passable Zuchtpferde zu erwerben. Die harmlose Reise entwickelt sich unerwartet, denn die Begegnung mit der Gutstochter Samantha Dorsen entpuppt sich als Herausforderung, denn ihre kühne und selbstbewusste Art sowie ihr englischer Vollbluthengst Liberty faszinieren William ungemein. Seine eingefahrenen Ansichten werden mit einem Mal in Frage gestellt und doch steht ihm sein anerzogener Stolz im Weg. Desweilen versuchen Andere, die Fäden des Schicksals zu ziehen. Durch einen tragischen Schicksalsschlag kommt Samanthas heile Welt ins Schwanken, denn windige Geschäftsleute und altbekannte, machthungrige Nachbarn versuchen, die Situation für sich zu nutzen. Der Verzweiflung nahe, sieht sie sich gezwungen ihren wertvollsten Besitz herzugeben – ihren Hengst Liberty. Bedroht und gedemütigt von ihren Widersachern verzweifelt sie fast und entkommt nur knapp dem Tod. Williams erhabene Weltanschauung beginnt mehr und mehr zu bröckeln und schließlich erkennt er den Wink des Schicksals. Doch die Gegner sind mächtig. Unterstützt von Familie und Freunden und mit viel Mut versuchen sie, den Machenschaften ihrer Kontrahenten ein Ende zu setzen. Keine leichte Aufgabe, denn vor allem einer ist mit allen Wassern gewaschen.


Meine Meinung:

Die Autorin hat für ihren Roman einen einfachen und lockeren Schreibstil gewählt. Die Geschichte ist in einer eher modernen Sprache geschrieben, dies passt zwar nicht so ganz zum Zeitalter, indem die Geschichte spielt, hat mich jedoch nicht besonders gestört. Mir ist es nämlich wichtig, dass ich beim Lesen in eine andere Welt abtauchen kann und ich möchte nicht ständig nach mir unbekannte Wörter nachschlagen müssen.

Die Szenen in der Geschichte sind ausführlich beschrieben, so dass man sich gut hineinversetzen und sich alles genau vorstellen kann. Die Geschichte nimmt im Laufe der Zeit eine dramatische Wendung, durch die die Spannung jedoch so richtig auflebt. Hin zur Liebe und Selbstschutz kommen nun auch Missbrauch, Gewalt und Drohungen. Hierbei zeigt sich sehr gut, wie wichtig es ist Menschen um sich zu haben denen man vertraut, die einen Lieben und auf dessen Hilfe/Unterstützung man zählen kann. Am Ende des Romans spielt besonders der Zusammenhalt eine wesentliche Rolle.

Bevor ich mit dem Roman gestartet habe, habe ich nur kurz den Anfang des Klappentextes gelesen und nicht den vollständigen. So bin ich ohne viel Vorahnung in die Geschichte von Sam und William eingetaucht. Ich nutze gerne den Spruch „Weniger ist mehr“, der auch meiner Meinung nach hier gut passt. Am Ende der Geschichte hab ich mir erst anschließend den ganzen Klappentext durchgelesen. Ich möchte ehrlich sein und sagen, dass ich es nicht bereue, ihn erst im Nachhinein gelesen zu haben. Im Klappentext sind so viele Informationen verpackt, die die Leser vielleicht vom Kauf des Buches abschrecken könnten, da man meint alles Spannende bereits gelesen zu haben. Ich kann auch den Roman trotzdem sehr empfehlen, da die aufregenden Szenen in der Geschichte nicht zu kurz kommen und er wirklich lesenswert ist.

Die Protagonisten sind sehr genau beschrieben. Bei den Hauptprotagonisten wird im Buch auch das Aussehen genau beschrieben. Das ist wichtig, um sich ein Bild von den Protagonisten machen zu können, die während der Geschichte in unseren Köpfen herumtanzen.
Ebenso sind die Charaktereigenschaften der verschiedensten Charaktere genau dargestellt. Sam ist eine taffe und selbstsichere Frau, die sich in dieser Welt versucht ein Mitspracherecht zu erkämpfen, wobei sie dies ganz klug angeht. William wird am Anfang als arrogant dargestellt, um sein Herkunftsniveau darzustellen. Jedoch ist er froh, auch einmal er selbst sein zu können. Den Charakter der anderen Personen kann man auch gut wahrnehmen. Die Autorin hat es sehr gut geschafft, für jede Person einen klaren Charakter zu erschaffen und die „Bösewichte“ werden auch sehr passend herauskristallisiert. 

Eine Besonderheit des Romans ist, dass das Buch in zwei Ansichten geschrieben ist, die während der Kapiteln immer wieder wechseln. Man weiß beim Lesen jedoch sofort, aus wessen Sicht gerade erzählt wird.

Das Cover sticht einem sofort ins Auge, da es einmal etwas anderes ist. Es hat durch die Schattenbilder eine einzigartige Ausstrahlung, die mir persönlich sehr gut gefällt. Man kann sich zu den Personen durch das Cover noch kein Bild machen, es etwas Geheimnisvolles hat, da man nichts außer den Umrissen erkennt. Es wirkt düster und zugleich auch strahlend durch die Gelb-Orangetöne.


Fazit/Leseempfehlung:


Ich bereue es nicht dem Buch, trotz des langen Klappentextes, eine Chance gegeben zu haben. Die wirkliche Spannung entdeckst du erst im Roman und sie lässt einen so richtig mit fiebern. Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob ein historischer Roman meinen Interessen entspricht. Falls es auch dir so geht, würde ich einen Versuch wagen, da die Autorin dem Ganzen durch ihren modernen Schreibstil ein besonderes Feeling gibt.


~natalie~

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

[Klappentext] "I knew u were TROUBLE"

I knew u were TROUBLE Titel: „I knew u were TROUBLE“ AutorIn: Kami Garcia Genre: Young Adult Roman Erscheinungsjahr: 2017 (Ju...